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Dekton gibt den Ton an, von der Küche bis zum Badezimmer
Thomas Pachner

Ort
Grieskirchen (Österreich)
Produkt
Dekton
Aplication
Arbeitsplatte, Kücheninsel, Spritzschutz, Verkleidung, Waschbecken
Fertigstellung
2026
Architektur/Design
Thomas Pachner
Farbe
Ceppo, Ava
Stärke
12 mm
Fotos
Pachner GmbH
In diesem Projekt basiert alles auf einer radikalen Entscheidung: Das Material wird zum wahren roten Faden der Architektur. Hier gibt es keine abrupten Wechsel, sondern eine sehr kontrollierte Kontinuität, die durch Dekton geschaffen wird und es ermöglicht, verschiedene Räume unter einer gemeinsamen Sprache zu verbinden. „Das interessanteste Merkmal des Projekts ist die Interaktion zwischen materieller Kontinuität und räumlichem Rhythmus“, erklärt das Studio.
Die Küche als Intensitätspunkt
In der Küche wird dieser Diskurs ausdrucksstärker. Der Einsatz von Dekton Ceppo bleibt nicht unbemerkt: Er bringt Textur, Tiefe und einen visuellen Spannungspunkt ein. Die Insel, mit einem Wasserfallrand gestaltet, fungiert als zentraler Punkt und als architektonisches Element an sich. „Das Material drückt sich intensiver aus und erstreckt sich von der Insel bis zum Spritzschutz“, heißt es. Diese Gestaltung ist nicht nur ästhetisch, sondern schafft eine direkte Verbindung zum Bodenbelag und erzeugt einen Dialog zwischen den Oberflächen, der Rhythmus verleiht.
Im Gegensatz zu dieser Intensität bietet das Badezimmer einen viel zurückhaltenderen Ansatz. Hier kommt Dekton Ava ins Spiel, das monolithisch verwendet wird, um ein Waschbecken zu schaffen, das fast wie ein skulpturales Stück wahrgenommen wird, das in die Architektur integriert ist. Die Textur ist weicher und das Ergebnis ist ein Raum, der Ruhe sucht, mit einer Atmosphäre, die einem Spa ähnelt.
Das Gleichgewicht zwischen Ausdruck und Ruhe
„Das Materialkonzept folgt einer klaren Idee: Ausdruck in der Küche und Zurückhaltung im Badezimmer“, erklären sie. Genau diese kontrollierte Spannung verhindert, dass das Gesamtbild flach oder vorhersehbar wirkt.
Hinzu kommt ein Element, das das Projekt transversal strukturiert: die Verwendung von vertikalen Lamellen, die verschiedene Bereiche des Hauses durchziehen. „Sie bringen einen dynamischen Rhythmus ein und verbinden die verschiedenen Bereiche visuell“, heißt es, wodurch eine Identität geschaffen wird, die über die Materialien hinausgeht.
Die Wahl von Dekton entspricht sowohl dieser ästhetischen Absicht als auch einer sehr konkreten technischen Notwendigkeit: „Es wurde aufgrund seiner Fähigkeit ausgewählt, sich sowohl ästhetisch als auch funktional mit der architektonischen Vision zu verbinden.“ Sein dünnes Format ermöglicht präzise Übergänge, von durchgehenden Arbeitsplatten bis hin zu monolithischen Elementen, während seine Widerstandsfähigkeit es zu einer geeigneten Lösung für stark beanspruchte Bereiche wie Küche oder Badezimmer macht. „Es kombiniert Haltbarkeit mit großer Designflexibilität“, fassen sie zusammen. Das Ergebnis ist ein Haus, in dem das Material nicht nur eine weitere Verkleidung ist, sondern ein System, das das gesamte Projekt organisiert, verbindet und ihm Sinn verleiht.































