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„House of Dekton®” – Technische Hintergrundinformationen

Neuigkeiten

House of Dekton Logo

  • Das auf der BAU 2015 in München erstmals präsentierte „House of Dekton®“ von Designer Steffen Kehrle besteht nur aus Dekton und Stahlträgern.
  • Zur Befestigung der Platten wurde ein neues System entwickelt, welches keine Verbindungsstellen sichtbar lässt.

Das ikonografische „House of Dekton“ ist nicht nur ein architektur- und designtechnisch beeindruckendes Projekt, es überzeugt darüber hinaus durch sein perfekt austariertes statisches System. Das 14-eckige Haus besteht komplett aus der ultrakompakten Oberfläche Dekton: Mehr als 120 maßgefertigte Einzelplatten von unterschiedlichem Format und einer Gesamtfläche von gut  250 m2 bilden Innen- und Außenwände, Boden, Decke sowie eine durchgehende, runde Bank und einen Tisch. Die einzelnen Wand- und Deckenplatten sind unsichtbar an einer Unterkonstruktion aus Stahl befestigt: Der Pavillion wird durch Traversen aus abgekanteten Profilen sowie Stahlträgern als Galgen stabilisiert. Gemeinsam mit einem Statiker und einem Metallbauer hat der Designer Steffen Kehrle eine Lösung entwickelt, mittels der die Dekton-Platten in die Metallkonstruktion eingehängt werden können, ohne dass Verbindungsstellen sichtbar sind. Hierbei werden Sacklöcher in die 1,2 cm starken Platten gefräst, in denen mit einem Spezialkleber Muffen befestigt werden. Diese wiederum lassen sich schnell und unkompliziert in die Stahlkostruktion einhängen. Das System ermöglicht es zudem, dass das Haus immer wieder auf- und abgebaut werden kann.

House of Dekton Aufbau

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House of Dekton Aufbau

Die einzelnen Dekton-Platten wurden mittels Wasserstrahl bzw. einer Kreissäge mit speziell für Dekton entwickelten Sägeblättern zugeschnitten. In die Wand- und Bodenplatten wurden verschiedene Icons, welche für die unterschiedlichen Eigenschaften von Dekton stehen, eingefräst. Spezielle Einfräsungen wurden auch an den äußeren Wandplatten rechts und links des Eingangs vorgenommen: Hierfür hat Steffen Kehrle auf Basis des Grundrisses des „House of Dekton“ ein Muster entworfen, welches an ornamentale, andalusische Kachelmuster errinnert – eine Verbindung zur Herkunft Dektons: Die Cosentino Group hat ihren Hauptsitz im südspanischen Cantoria bei Almería. Einfräsungen wie diese sind nur eine Art, wie der Architekt oder Designer Dekton nach seinen Vorstellungen gestalten kann. Die innovative „Particle Sintering Technology“ (PST), die von der unternehmenseigenen Forschungsabteilung entwickelt wurde, ermöglicht zudem die Herstellung von großformatigen Dekton-Platten (1,44 x 3,20 m) in jeder erdenklichen Farbe, mit verschiedensten Oberflächenstrukturen sowie unterschiedlichsten Mustern und Maserungen.

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Ein Highlight des „House of Dekton“ ist im wahrsten Sinne des Wortes die Lichtkuppel. Die 14 Deckenplatten verlaufen konisch zusammen, lassen jedoch ein Loch mit einem Durchmesser von 1,50 m offen. Dieses ist mit Leuchtstoffröhren zu einem Lichthimmel umfunktioniert worden, der das gesamte Haus so clever ausleuchtet, dass nahezu keine Schatten entstehen. Durch die Dimmbarkeit der Leuchten lassen sich zudem unterschiedliche Stimmungen erzeugen. So kommt beispielsweise bei geringerer Lichtintensität der skulpturale Charakter des Hauses besonders schön heraus.

Die auf der BAU zu sehende Variante des „House of Dekton“ ist 4,55 m hoch, der Durchmesser beträgt 6,50 m und das Gesamtgewicht 8.350 kg.

Mitarbeit „House of Dekton“:

Design und Projektleitung: Steffen Kehrle, München

Statik: Ingenieurbüro Karl Wagner, Herrsching am Ammersee

Metallbau: Ludwig Michl GmbH, Waakirchen

Steinverarbeiter: Marmor-Center GmbH, Römhild

Das House of Dekton® wird auch auf der Stockholm Furniture Fair (3. bis 7. Februar) gezeigt – Stand A42:16.


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