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Weihnachten weltweit – So feiern andere Länder!

My Perfect Kitchen

Weihnachten ist das Fest der Liebe, zu keiner anderen Zeit verbringt man so intensive Stunden mit der Familie wie an Heiligabend und den Weihnachtsfeiertagen. Bei uns in Deutschland ist es in den meisten Familien Tradition, den Heiligen Abend mit einem gemeinsamen Essen einzuläuten. Während viele Familien aus traditionellen Gründen und der früheren Fastenzeit nur ein einfaches Gericht wie Kartoffelsalat mit Würstchen essen, ist bei anderen Familien Raclette und Fondue sehr beliebt. Danach werden freudig die Geschenke unter dem Weihnachtsbaum ausgepackt und je nach Gefallen gemeinsam musiziert und gesungen.

Doch wie sagt man so schön – andere Länder, andere Sitten. Nicht überall auf der Welt wird das Fest gleich gefeiert. Im Folgenden liefern wir Ihnen ein kleinen Einblick über verschiedene Weihnachtsbräuche und Zeremonien weltweit!

Großbritannien

Die Briten sind bekannt für den Brauch, am Christmas Eve (Heiligabend) lediglich die Geschenke unter den Baum zu legen und sie erst am nächsten Morgen auszupacken. Kinder glauben an die Legende, dass der Weihnachtsmann in der Nacht vom 24. auf den 25. Dezember durch den Kamin kommt. Hierfür werden Socken an den Kaminsims gehängt, in die der Weihnachtsmann die Geschenke packen darf.

Die Bescherung findet dann gleich am Morgen des Christmas Days  (1. Weihnachtsfeiertag) statt. Gegen Nachmittag/Abend gibt es ein ausgiebiges Festmahl: Traditionell werden Truthahn oder Roastbeef mit Bratkartoffeln und Rosenkohl gegessen. Ein klassisch britisches Dessert an diesem festlichen Abend ist der Plum-Pudding.

Beim Verzehr des Puddings werden Wünsche formuliert. Im Pudding befindet sich traditionell eine Münze, weshalb er vorsichtig verspeist wird. Der Wunsch desjenigen, dessen Pudding das Geldstück enthält (und der es hoffentlich nicht schluckt), geht in Erfüllung.

Der Boxing Day (zweiter Weihnachtsfeiertag) ist traditionell der Tag, um Freunde und Angestellte zu beschenken. Diese Sitte führt aufs Mittelalter zurück, damals leerten die Priester die Opferstöcke der Kirche und verteilten das Geld an die Bedürftigen.

Schweden

Heiligabend ist in Schweden der wichtigste und längste Feiertag. Hier werden, genau wie in Deutschland, noch am Abend die Geschenke ausgepackt. Danach geht es zum Weihnachtsbuffet, dem sogenannten „Julbord“, bei dem in geselliger Runde ausgiebig geschlemmt wird. Der Weihnachtstisch ist dann gedeckt mit mariniertem Hering, Kartoffeln, den bekannten „Kötbullar“, verschiedener Wurst, Rotkohl, Rippchen, Schweinesülze, Janssons frestelse (Janssons Versuchung – ein Gratin aus Kartoffelstäbchen und Hering), Lutefisk (zubereiteter Trockenfisch), Reispudding (saffranskakor), Käse und Brot.

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Sogar schwedische „Tomare“ (Hausgeister) werden beim Essen nicht ausgeschlossen, sie bekommen als Dank für ihre tatkräftige Unterstützung bei den Weihnachtsvorbereitungen Milchbrei oder Grütze vor die Tür gestellt. Die Schweden glauben, dass ein Vergessen dieses Brauchs ein ganzes Jahr Pech mit sich bringt. Die Hausgeister wären sehr verärgert und würden der Familie folglich viele Streiche spielen.

Lettland

Hier werden Weihnachten und die Wintersonnenwende, die die länger werdenden Tage einläutet, zusammen gefeiert. Als Brauch ziehen die Bewohner Lettlands als Tier verkleidet von Haus zu Haus mit dem Ziel, böse Geister zu verjagen. Um der Sonne wieder Kraft zu geben, wird ein Holzbalken verbrannt.

Auch der Weihnachtsbaum in Lettland wird traditionell anders geschmückt, die grünen Zweige werden gerne mit getrockneten Blumen und Strohsternen dekoriert.

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Zum Essen gibt es Deftiges wie Blutwurst, Sauerkraut, Schweinebraten und Teigtaschen mit Speckfüllung, genannt „Pirogi“. Auch kann es vorkommen, dass mal ein ganzer Schweinekopf auf der Essenstafel liegt.

Neuseeland

Weihnachten im Sommer? Für uns unvorstellbar, für Kiwis (Bewohner Neuseelands) ist es allerdings gängig, die heißen Tage am Strand und in der Sonne zu verbringen. Statt Weihnachtsmärkten, Glühwein und gebrannten Mandeln lautet hier das Motto: Jandals (Flip-Flops) und BBQ.

Das Weihnachtsfest läuft im Inselstaat ähnlich wie in Großbritannien ab, abgesehen von den sommerlichen und warmen Temperaturen natürlich. Daher werden gerne Gerichte mit Beeren auf Eis serviert. Der Klassiker am Christmas Day ist der Christmas Ham (Weihnachtsschinken).

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Dieser wird entweder kalt serviert, aufs Brot gepackt, oder gern auch frisch geräuchert als Beilage zu Kartoffeln und Gemüse gegessen. Darüber hinaus wird gerne ein einheimischer Kuchen namens „Pavlova“ verspeist, welcher aus Sahne, und Eiweiß besteht und mit Kiwi Scheiben bedeckt wird.

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Spanien

Am 24. Dezember ist in Spanien la Noche Buena, wo ebenfalls traditionell die ganze Familie zusammenkommt, um gemeinsam zu Speisen. Eine spanische Weihnachtsspezialität ist zum Beispiel die Süßigkeit namens „Turron“. Sie besteht aus gerösteten Mandeln, Zucker, Eiweiß und Honig. Manchmal werden noch kandierte Früchte, Schokolade oder Marzipan hinzugegeben.

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Direkt nach dem Essen kommt la Urna del Destino (auf Deutsch: „Urne des Schicksals“) auf den Tisch. In ihr befinden sich kleine Geschenke und Nieten. Jeder darf dabei so lange kleine Päckchen aus der Urne nehmen, bis er ein Geschenk erhält.

Die lang ersehnte Bescherung folgt allerdings erst am 6. Januar, zum Tag der Tag der Heiligen Drei Könige. In Spanien werden den Kindern die Geschenke nämlich von den Königen gebracht. Traditionell gibt es einen „ Roscón de Reyes“ (Dreikönigskuchen), ein ringförmiger Kuchen, in dem sich eine Figur befindet. Wer die Figur in seinem Stück findet, darf sich den ganzen Tag lang König nennen.

Mexiko

Auch in Mexiko herrschen zur Weihnachtszeit hochsommerliche Temperaturen, während das bunte Fest gefeiert wird. Auch wenn die Weihnachtsfeiertage zu den wichtigsten Festtagen der Mexikaner gehören, beginnt ein mexikanischer Brauch schon in der Vorweihnachtszeit. Bei den Posadas, die zwischen dem 16. und 24. Dezember stattfinden, geht es darum, die Herbergssuche von Josef und Maria am Heiligen Abend nachzustellen. Nach zweimaligem Abweisen, wie es auch in der biblischen Geschichte passiert, werden sie und die anderen Gäste beim dritten Mal herein gebeten.

Hierbei wird dann bei aufgedrehter Musik gefeiert, getanzt und gesungen und Buñuelos (süße Krapfen) und Punsch (alkoholfrei und mit Tequila) werden serviert.

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Happy December 1st! Time to start decorating and making all my Christmas favorite recipes like Buñuelos! Buñuelos are often mistaken for sopaipillas. Sopaipillas are more like a fry bread and puff up when fried like a pillow until golden brown on the outside and soft in the inside. Buñuelos, on the other hand are rolled out thin and fried until crispy. If you need a delicious recipe for Buñuelos, I have the recipe and a video for you! This recipe is also published in the “Muy Bueno” cookbook. Click link in profile for recipe: https://muybuenocookbook.com/bunuelos-mexican-fritters/ . . #muybuenocooking #buñuelos #mexicandesserts #christmas #posada #navidad #influencer #brandambassador #latinafoodblogger #mexicanfoodblogger #foodblogger #lifestyleblogger #coloradoblogger #denverblogger #coloradoinfluencer #denverinfluencer #bhghome #thefeedfeed #imsomartha #feedfeed #huffposttaste #thekitchn #eeeeeats #lifesbettertogether

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Am 24. Dezember, wenn die Posadas enden, beginnt das eigentliche Weihnachtsfest. Wie in anderen Ländern wird Heiligabend im Kreis der Familie gefeiert. Für Kinder sind hierbei die Piñatas besonders relevant. Die aus Pappe angefertigten und mit Krepppapier umwickelten Figuren werden mit Süßigkeiten gefüllt. Jedes Kind bekommt die Augen verbunden und versucht, die Piñata mit einem Stock zu zerschlagen. Sobald sie zerbricht, stürmen alle Kinder auf die Süßigkeiten und sammeln so viele wie möglich auf. Ursprünglich wurde der Brauch von spanischen Missionaren nach Lateinamerika eingeführt. Hierbei wurden die Figuren von Geistlichen häufig mit Schreckensbildern, z.B. dem Teufel, geschmückt, welcher dann symbolisch zerschlagen wurde. Die Süßigkeiten, die aus der Piñata heraus fielen, stellten die Gaben Gottes dar.

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Spät abends setzen sich dann alle Familienmitglieder unter dem Weihnachtsbaum zusammen und genießen ein fürstliches Festessen, wobei nicht selten Truthahn aufgetischt wird. Das Fest erreicht seinen Höhepunkt, wenn die Kinder nach Mitternacht endlich ihre Geschenke öffnen dürfen.


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