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Tiny Houses im Trend: maximales Wohlfühlen auf minimaler Wohnfläche

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Leben auf 52 Quadratmetern – Tiny Houses (zu Deutsch: winzige Häuser) stellen eindrucksvoll unter Beweis, wie komfortabel es sich in kleinen Häusern wohnen lässt. Der Trend ist vor allem in den USA weit verbreitet. Kim Lewis aus Texas, ebenfalls stolze Besitzerin eines solch gemütlichen Eigenheims, hat uns verraten, worauf es bei der Gestaltung des Minihauses ankommt und welche Oberflächen dafür besonders praktikabel sind.  

Kims rundum durchdachtes Tiny House im Süden von Austin (Texas) wartet auf 52 Quadratmetern Fläche mit einem farbenfrohen, vielseitigen und ganz eigenen, natürlichen Stil auf. Ihr Zuhause lehnt sich gestalterisch an die Farbpalette des Joshua-Tree-Nationalparks an, vereint Drinnen und Draußen miteinander und schafft somit eine harmonische Verbindung zur Natur. Laut Kim geht es beim erfolgreichen Design eines Minihauses vor allem um Multifunktionalität. Die eingebauten Oberflächen müssen langlebig, strapazierfähig und gleichzeitig ästhetisch ansprechend sein (und können bisweilen sogar als Kunstwerk dienen).

Vor allem in der Küche zielte Kim darauf ab, Form und Funktion des Raums zu vereinen und Gestaltungselemente von gestern und heute zu kombinieren: Der Bodenbelag aus Holz stammt aus einem Haus aus den 1960er Jahren in East Austin. Haushaltsgeräte in Retro-Optik erinnern an die Siebziger Jahre, während die Spüle und hochwertige Quarz-Arbeitsplatten von Silestone für eine moderne, praktische Note sorgen.

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Kim Lewis stellt sich vor

Kim Lewis – „die kleine Frau mit großen Ideen“ – ist insbesondere als leitende Designerin aus der Fernsehsendung „Das Hausbau-Kommando – Trautes Heim, Glück allein“ des US-Senders ABC und als Gründerin des Unternehmens Kim Lewis Designs in Austin bekannt.

Innerhalb von sechs Jahren hat sie für „Das Hausbau-Kommando“ über 120 Häuser in 43 Bundesstaaten der USA neu gestaltet. 2014 wurde Kim als eine von fünf Trendspottern ausgewählt, um in Zusammenarbeit Qualitätsmarke für Quarzoberflächen Silestone ihre eigene Arbeitsplattenfarbe zu entwickeln. Ihre Marke Kim Lewis Designs setzt im Wesentlichen auf globale Inspirationsquellen und lokale Kooperationen. Auch in zahlreichen renommierten Tageszeitungen und Zeitschriften wie z. B. The Washington Post, Lonny, The Houston Chronicle und wurde schon über Kims Kreationen berichtet. Im Interview erzählt sie uns von ihrem Traumhaus.

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Spülbecken gleich Babywanne – Das Leben im Minihaus

Welche Vorzüge hat das Leben in einem Minihaus für Sie?

In erster Linie hat es den Vorteil, dass wir unser Zuhause schon in 2,5 Jahren abbezahlt haben werden! Das ist ein wunderbares Gefühl! Die monatlichen Rechnungen von Versorgungsunternehmen belaufen sich insgesamt auf höchstens 50 Euro. Dank unseres Regenwasserauffangsystems trinken wir reines Regenwasser und baden auch darin. Dieses Leben in Abhängigkeit von der Natur schafft eine engere Verbindung zu unserem Planeten – und man ist dankbarer für das, was man hat! Hinzu kommt, dass wir nun weniger verschwenderisch sind als früher… und da wir als Familie viel reisen und Abenteuer erleben möchten, ermöglicht es uns das Leben in einem Tiny House, viel Zeit draußen zu verbringen und die Welt zu erkunden!

Welchen Herausforderungen sieht man sich gegenüber, wenn die Familie in einem Tiny House größer wird?

Nun, wir erwarten Ende August unser erstes Kind! Ich würde lügen, wenn ich behauptete, der Alltag mit Baby wäre in einem so kleinen Zuhause ganz einfach (noch dazu mit einem 38 Kilo schweren Labrador). Die Kleine wird kein eigenes Zimmer haben, also müssen wir sehen, wie wir das mit den Schlafenszeiten hinkriegen… Wir üben schon, wie wir Erwachsenen dann wohl auf Zehenspitzen selbst ins Bett gehen! Außerdem können wir nur das Notwendigste an Babymöbeln nutzen. Unsere Tochter wird in einem Stubenwagen schlafen, draußen spielen und im großen Spülbecken in der Küche gebadet werden.

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Wovon haben Sie sich beim Design Ihres Minihauses inspirieren lassen? Welche Elemente waren ein Muss und worauf konnten Sie verzichten?

Vor Jahren habe ich einmal die Wüstenlandschaft des Joshua-Tree-Nationalparks in Kalifornien besucht. Ein 1972 angefertigtes Gemälde dieser Wüste und ein Werk von John Wayne lieferten die Inspiration für die Farbpalette. Ich kombiniere gerne peppige Farben mit Erdtönen und organischen Materialien.

Ein absolutes Muss in meinem Zuhause war eine Klauenfußbadewanne! Und ganz wichtig: Fenster, Fenster, Fenster! Bei viel Tageslicht und im Mondschein bin ich besonders glücklich. Mit den Falttüren hat man zu Hause wirklich den Eindruck, gleichzeitig draußen zu sein – als würde man daheim campen. Ich kann abends im Bett liegen und den Sternenhimmel über Texas bewundern!

Für einen Geschirrspüler war in unserem Minihaus leider kein Platz, doch vielleicht können wir diesen Luxus irgendwann in Zukunft wieder genießen…


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Welchen Beitrag leisten die Silestone-Oberflächen zum Wohnerlebnis in Ihrem Tiny House? Wie konnten Sie damit die Küche und Ihr Heim optimieren?

Die Silestone-Arbeitsplatte „Statuario“ war die PERFEKTE Lösung für uns. Ich liebe die Textur, die wie Marmor aussieht, doch bei begrenzter Wohnfläche ist eine lange Haltbarkeit ganz besonders wichtig. Wir leben nicht in der Stadt und kochen daher sehr häufig zu Hause. Unsere Arbeitsplatte wartet mit der idealen Mischung aus wunderschöner Ästhetik und unglaublicher Strapazierfähigkeit auf. Wir können darauf warme Töpfe abstellen, Rotwein verschütten, mit Messern schneiden. Nichts kann ihr etwas anhaben! Mein Mann kocht leidenschaftlich gerne, weshalb unsere Küchenarbeitsplatten vor allem sein Bereich sind – ich versuche mich nur hin und wieder am Herd…

Was ist für den Designer anders, wenn man Minihäuser entwirft? Was sollte die Branche im Hinblick auf das Design kleiner Räume besser verstehen?

Das Designen von Minihäusern kann sehr frustrierend sein. Viele Leute rufen mich an, weil sie unbedingt ein Tiny House „haben müssen“. Wenn sie dann anfangen, sich damit zu beschäftigen, wie ein Umzug in ein Minihaus wirklich aussieht, werden sie vom logistischen Aufwand schnell verschreckt.  Die Gesetzgebung ist in vielen Regionen noch nicht so weit, dass das Leben in einem Tiny House gefördert wird. Insbesondere Grundstückserschließung sowie Wasser- und Stromversorgung erweisen sich als große Stolpersteine. Ich wünschte, die örtlichen Gemeinschaften würden sich diesem Lebensstil mehr öffnen und preisgünstige Minihäuser als echte Alternative ansehen. Weniger Eigenheim schafft mehr Platz für Abenteuer.

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